Wie wir KI bei ILTIS in unseren Alltag integrieren.
„Frag Günter“ – Unser KI-Agent für Trainings-Ideen.
Wer schon länger bei ILTIS dabei ist, kennt Günter noch persönlich – jetzt ist er im wohlverdienten Ruhestand. Sein Wissen bleibt uns dennoch erhalten. Wir haben Günter im Rahmen einer großen Interviewreihe vor ein bis zwei Jahren ausführlich befragt und dabei jede Menge Dokumente und Erfahrungswissen zusammengetragen.
Aus diesem Wissensschatz hat Timo jetzt einen eigenen Agenten gebaut – natürlich getauft auf den Namen Günter. Wenn also jemand im Team ein Training vorbereitet und ein paar Ideen braucht, reicht die Frage: „Günter, ich muss ein Training vorbereiten, hast du ein paar Ideen für mich?“ Ein Hauptagent fragt dann im Hintergrund den virtuellen Günter ab, der aus all den gesammelten Informationen die passenden Antworten liefert.
Der echte Günter ist im Ruhestand – sein Wissen ist es nicht. 😄 Ein schönes Beispiel dafür, wie wir bei ILTIS Erfahrung aus dem Team lebendig halten, auch wenn die Kolleginnen und Kollegen selbst längst neue Wege gehen.
Übrigens kein Einzelfall: Ein weiterer Kollege hat einen Agenten geteilt, der nach seiner Uroma „Helga“ benannt ist – bei uns bekommt gesammeltes Wissen offenbar gern einen Namen mit Geschichte.
Sonnenschein – Der Agent, der nur eine Aufgabe hat, uns zum Lachen zu bringen.
Nicht jeder Agent im Workspace muss produktiv sein. Volker hat, gemeinsam mit anderen Teilnehmenden seiner aktuellen KI-Leader-Ausbildung, in einer Kleingruppenübung eine echte Schnapsidee gehabt – und sie innerhalb von nur 23 Minuten umgesetzt.
Einen Agenten, der arbeitstechnisch absolut keinen Nutzen hat. Er entwickelt nichts, er löst nichts, er ist schlicht nicht produktiv. Seine einzige Aufgabe: uns zum Grinsen, Lächeln oder Lachen zu bringen. Die Idee hat sich offenbar bewährt – das Ding existiert mittlerweile bereits in drei Firmen.
Wie funktioniert er? Der Agent geht auf das, was man ihm schreibt, inhaltlich gar nicht wirklich ein – er nutzt es nur als Steilvorlage für einen (sehr wohlwollenden) Kommentar.
Das Ergebnis lässt sich am besten mit dem Feedback einer Kollegin zusammenfassen, die anonym bleiben möchte: „Was für ein Schleimer!“ Laut Volker eine ziemlich treffende Beschreibung. Auch die Kollegin bestätigt: Der Agent lobt einen „immer göttlich“.
Bei aller Albernheit steckt aber auch ein durchdachter Sicherheitsmechanismus dahinter. Der Agent liest im Hintergrund mit, ob sich hinter dem scherzhaften Ton möglicherweise ein echtes Problem verbirgt – etwa Bauchschmerzen vor einem schwierigen Gespräch mit dem Chef. Erkennt er ernsthafte Warnsignale, verlässt er sofort und dauerhaft den „Blödel-Modus“ und zeigt stattdessen einen Warnhinweis mit einer Aufforderung, sich Hilfe zu holen. Ein „War doch nur Spaß“ bringt ihn dann nicht mehr zurück in den lockeren Ton – ganz bewusst, damit ein einmal erkanntes Problem nicht einfach verpufft.
Wichtig ist Volker dabei: Die Grenze zwischen Spaß und echtem Ernstfall ist bei einer KI naturgemäß fließend – heute erkennt sie ein Signal vielleicht, morgen nicht, übermorgen wieder. Deshalb seine klare Bitte ans Team: Kommt der Warnhinweis tatsächlich, bitte ernst nehmen und sich Unterstützung holen – der Agent kann niemandem in den Kopf schauen.
Ein schönes Beispiel dafür, dass bei ILTIS auch der Spaßfaktor von KI seinen Platz hat – mit einem ernsten Sicherheitsnetz im Hintergrund.
Die weiteren paar Learnings aus der Session.
Agenten flexibel dazu holen statt von Anfang an alles laden.
Man muss nicht direkt zu Beginn eines Chats alle Informationen und Wissensquellen einbinden. Man kann erst frei recherchieren und arbeiten – und erst zu einem späteren Zeitpunkt gezielt mit „@“ einen Agenten, einen Wissensordner oder eine Integration hinzuziehen. Praktisch zum Beispiel, wenn man einen neuen Artikel erst mal unvoreingenommen schreiben und ihn erst danach gegen bestehende Dokumente prüfen möchte.
Wissen bündeln in Subagenten.
Ein konkretes Beispiel aus dem Team: der Agent „Günter“ bündelt Wissen aus einer umfangreichen internen Interviewreihe. Braucht ein Hauptagent Input dazu, fragt er einfach bei Günter nach – so wird gesammeltes Wissen wiederverwendbar, statt in Dokumenten zu verstauben.
Agenten selbst bauen – per Editor, im Dialog.
Statt Prompts von Grund auf selbst zu schreiben, beschreibt man dem Editor einfach in eigenen Worten, was der Agent tun soll. Ein hilfreicher Kniff dabei: die KI am Ende fragen „Hast du noch Fragen, bevor wir starten?“ – oft kommen dann gezielte Rückfragen, die den finalen Prompt spürbar verbessern.
Iterativ verbessern.
Ergebnis nicht ganz richtig? Einfach zurück in den Agenten, Anweisung präzisieren, erneut testen. So entsteht Schritt für Schritt ein zuverlässiges Werkzeug.
Unser Fazit
KI-Tools entfalten ihren echten Wert erst, wenn man ihre Bausteine – Chats, Agenten, Wissensordner, Integrationen – gezielt und flexibel kombiniert. Genau daran arbeiten wir bei ILTIS jede Woche ein Stück weiter.
Wenn Sie wie wir, KI nicht nur testen, sondern wirksam in Prozesse und Kultur integrieren wollen: Sprechen Sie uns an und lassen Sie uns Ihren Fahrplan entwickeln – pragmatisch, verantwortungsvoll und mit Blick auf echten Nutzen.









