ddn-Regionaltreffen Baden-Württemberg bei ILTIS
Demographie gemeinsam denken und gestalten
Wir freuen uns sehr, Gastgeber für einen Abend zu sein, an dem Austausch, Vernetzung und kollegiale Begleitung im Mittelpunkt stehen – offen für ddn-Mitglieder und ebenso für alle, die sich in Organisationen mit dem Thema Demographie beschäftigen (oder gerade erst beginnen, es stärker in den Blick zu nehmen).
Warum ein Regionaltreffen – und warum jetzt?
Demographische Entwicklungen wirken längst in den Alltag von Organisationen hinein: in Fachkräftesicherung, Wissensweitergabe, Zusammenarbeit über Generationen, Führung und Arbeitsgestaltung. Gleichzeitig gibt es selten „die eine“ Lösung – denn Branchen, Regionen, Belegschaftsstrukturen und Kulturen unterscheiden sich.
Genau deshalb ist der regionale Austausch so wertvoll: Wir wollen die ddn-Idee aufgreifen und gemeinsam herausarbeiten, welche Fragen und Themen in Baden-Württemberg besonders relevant sind – und welche Ansätze sich in der Praxis bewähren.
Worum es an diesem Abend geht.
Wir werfen gemeinsam einen offenen Blick auf drei Leitfragen:
- Wer ist in der Region aktiv – und was motiviert die Akteur*innen?
Welche Perspektiven bringen Unternehmen, Institutionen, Beratungen, HR, Interessenvertretungen oder Wissenschaft ein? - Welche regionalen Besonderheiten und Herausforderungen sehen wir in Baden-Württemberg?
Wo spüren Organisationen den demographischen Wandel besonders – und welche Rahmenbedingungen prägen die Region? - Wie wird „Alter“ als Eigenschaft in Organisationen gedacht, bewertet und gestaltet?
Welche Bilder von Alter wirken (bewusst oder unbewusst)? Was bedeutet das für Personal- und Organisationsentwicklung, Führung und Zusammenarbeit?
Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Vortrag „von der Bühne“, sondern das, was im Gespräch entsteht: Erfahrungen teilen, Perspektiven erweitern und gemeinsam Fragestellungen identifizieren, die wir als Region weiterverfolgen wollen.
Was wir uns als Gastgeber wünschen.
Als ILTIS ist es uns wichtig, Räume zu schaffen, in denen Menschen miteinander ins Denken kommen: respektvoll, praxisnah und mit echter Neugier. Demographie ist ein Thema, das Organisationen nicht nur „managen“, sondern gestalten können – wenn unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen zusammenkommen.
Wir freuen uns darauf, diesen Rahmen zu bieten – und noch mehr darauf, Menschen zu verbinden, die das Thema in Baden-Württemberg mit voranbringen wollen.
Update nach dem Treffen
Beim ersten ddn-Regionaltreffen Baden‑Württemberg bei ILTIS in Rottenburg stand vor allem eines im Mittelpunkt: Demographie nicht nur zu managen, sondern gemeinsam zu verstehen – und aktiv zu gestalten. In einer offenen, wertschätzenden Runde haben wir bewusst Raum geschaffen, um miteinander ins Denken zu kommen: praxisnah, respektvoll und mit echter Neugier.
Zum Auftakt haben drei Fragen den Rahmen gesetzt:
- Wer ist heute hier – und wofür steht die jeweilige Organisation?
- Was hat die Teilnehmenden motiviert, dabei zu sein,
- und welche Erwartungen verbinden sie mit dem Netzwerk?
Und: Was bedeutet „Demographie“ ganz konkret im eigenen Arbeitsalltag?
Diese Einstiegsrunde hat schnell gezeigt, wie vielfältig Perspektiven, Erfahrungen und Gestaltungsfelder sind – und wie groß gleichzeitig der gemeinsame Wunsch ist, das Thema regional, vernetzt und wirksam anzugehen.
Inhaltlich hat uns besonders die Schnittstelle von Demographie und Transformation beschäftigt – mit einem klaren Fokus auf die Praxis von KMU.
Diskutiert wurde,
- welche Rolle „Alter“ in der digitalen Transformation tatsächlich spielt,
- welche Annahmen eher aus Gewohnheit oder Stigma entstehen –
- und wo die realen Hebel liegen.
Deutlich wurde: Es geht weniger um „Alter an sich“, sondern um Rahmenbedingungen wie
- Lerngelegenheiten,
- gute Arbeitsgestaltung,
- passende Qualifizierung,
- Motivation und
- sinnvolle Unterstützung im Alltag.
Gerade hier kann ein Netzwerk helfen, Erfahrungen zu bündeln, voneinander zu lernen und Lösungen schneller in die Umsetzung zu bringen.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die gemeinsame Begriffsarbeit: Wenn wir über „Alter“ sprechen – meinen wir biologisches Alter, Lebensphase oder eigentlich Gesundheit und Arbeitsfähigkeit? Allein diese Differenzierung macht Gespräche konkreter, entlastet von Pauschalurteilen und öffnet den Blick für wirksame Ansätze in Organisationen.
Als Ergebnis des Treffens nehmen wir vor allem einen klaren gemeinsamen Auftrag mit: Ein Regionalnetzwerk soll Austausch ermöglichen, praktische Beiträge sichtbar machen und Kooperationen anstoßen – sodass aus guter Analyse auch **gemeinsames Handeln** wird. Gleichzeitig wurde spürbar: In der Region ist viel Kompetenz vorhanden, die sich hervorragend ergänzt. Genau dieses Potenzial möchten wir im Netzwerk heben.
Ausblick: In den nächsten Schritten wollen wir das Profil des Regionalnetzwerks weiter schärfen (Wofür stehen wir? Was bieten wir konkret an?), Themen priorisieren und erste, gut machbare Formate starten – z. B. Fallwerkstätten, in denen reale Herausforderungen aus Organisationen gemeinsam bearbeitet werden, oder kurze Impulse mit Peer‑Austausch zu erprobten Vorgehensweisen. Unser Ziel ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem Beteiligte nicht nur diskutieren, sondern **konkret ausprobieren, lernen und gestalten** können.
Wir freuen uns auf die nächsten Treffen – und auf ein Netzwerk, das Demographie als Chance versteht: für bessere Zusammenarbeit, nachhaltige Kompetenzentwicklung und eine Arbeitswelt, die für unterschiedliche Lebensphasen gut funktioniert.







