Wo Vertrauen beginnt: ILTIS beim digitalen Erzählsalon zu psychologischer Sicherheit.
Wie entsteht eine Arbeitswelt, in der Menschen Fragen stellen, Fehler ansprechen und unterschiedliche Meinungen einbringen können?
Darüber wird beim digitalen Erzählsalon „Wo Vertrauen beginnt – Offenheit, Zusammenarbeit und psychologische Sicherheit“ gesprochen – und vor allem erzählt. ILTIS ist mit dem Projekt „Für eine inklusive Arbeitswelt“ dabei.
Am 27. Oktober 2026 kommen Menschen aus verschiedenen Unternehmen und Organisationen online zusammen, um persönliche Erfahrungen rund um psychologische Sicherheit zu teilen. Der Erzählsalon wird vom ddn – Das Demographie Netzwerk veranstaltet.
Die Einladung dazu steht im Zusammenhang mit ILTIS’ Bewerbung für den Deutschen Demografiepreis 2026 mit dem Projekt „Für eine inklusive Arbeitswelt“.
„Wir brauchen dafür ein digitales Formular.“
„Können wir das nicht automatisieren?“
„Die Informationen müssten irgendwo zentral stehen.“
Psychologische Sicherheit zeigt sich im Alltag.
Psychologische Sicherheit ist mehr als ein Leitbild oder ein Wert an der Wand. Sie wird in konkreten Situationen spürbar:
- Kann ich eine Frage stellen, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen?
- Darf ich einen Fehler offen ansprechen?
- Kann ich einer verbreiteten Meinung widersprechen und trotzdem dazugehören?
Genau solche Erlebnisse stehen im Mittelpunkt des Erzählsalons. Die Erzählenden berichten von wahren, selbst erlebten Situationen – etwa von einem Moment, in dem Vertrauen neu entstanden ist, von einer Idee, die unausgesprochen blieb, oder davon, wer ihnen im Berufsleben das Gefühl gegeben hat: „Hier darf ich ich selbst sein.“
Zuhören, statt vorschnell zu bewerten
Im Salon erzählen sechs bis acht Personen jeweils rund zehn Minuten. Ihre Geschichten stehen zunächst unkommentiert nebeneinander. So entsteht ein vielfältiges Bild davon, wie Offenheit, Zusammenarbeit und Vertrauen im Arbeitsalltag erlebt werden – und was sie stärken oder erschweren kann.
Das Format setzt bewusst auf persönliche Geschichten statt auf eine abstrakte Diskussion. Denn Erfahrungen machen sichtbar, was Zahlen und Definitionen allein oft nicht vermitteln: die Zwischentöne, Gefühle und Folgen einer konkreten Situation. Im Anschluss an die Erzählungen ist Raum für den Austausch mit den Zuhörenden.
Inklusion braucht psychologische Sicherheit.
Mit dem Projekt „Für eine inklusive Arbeitswelt“ setzen sich ILTIS und Freundeskreis Mensch e.V. dafür ein, Inklusion im Arbeitsleben stärker in den Blick zu nehmen. Der Projekttitel beschreibt dabei mehr als die Frage, wer Zugang zu Arbeit erhält: Eine inklusive Arbeitswelt zeigt sich auch darin, ob Menschen ihre Perspektiven einbringen, Fragen stellen und an der Zusammenarbeit teilhaben können.
Hier wird psychologische Sicherheit ganz konkret. Sie zeigt sich zum Beispiel, wenn eine Mitarbeiterin einen Fehler frühzeitig anspricht und das Team gemeinsam nach einer Lösung sucht, statt Schuldige zu suchen. Wenn jemand eine Idee oder einen Einwand äußert, ohne befürchten zu müssen, dafür abgewertet zu werden. Oder wenn eine Person sagen kann, was sie braucht, um gut mitarbeiten zu können – und damit ernst genommen wird.
Fehlt dieses Vertrauen, bleiben Fragen womöglich ungestellt, Fehler unausgesprochen und hilfreiche Perspektiven unsichtbar. Für Inklusion ist das besonders bedeutsam: Dazuzugehören sollte nicht davon abhängen, sich anzupassen oder Unsicherheiten zu verbergen. Menschen müssen erleben können, dass ihre Stimme zählt und Unterschiede respektvoll aufgenommen werden.
Genau deshalb passt der Erzählsalon zum Projekt „Für eine inklusive Arbeitswelt“ und zum Anspruch von ILTIS: Der Mensch im Mittelpunkt. Persönliche Geschichten machen erfahrbar, was Vertrauen im Arbeitsalltag stärkt – und was Menschen daran hindert, sich einzubringen. Sie eröffnen einen gemeinsamen Blick darauf, wie Zusammenarbeit sicherer und inklusiver werden kann.
Die richtigen Fragen helfen beim Übersetzen.
Power-User*innen müssen nicht jede Anforderung selbst fertig formulieren. Ihr Beitrag ist zunächst, genau hinzuhören und die Unterhaltung vom vorschnellen Lösungsvorschlag zurück zum Arbeitsalltag zu führen:
- An welcher Stelle hakt es?
- Wer ist betroffen?
- Was müsste sich spürbar verbessern?
Manchmal zeigt sich dabei, dass mehrere Perspektiven oder weitere Informationen nötig sind. Dann helfen Power-User*innen, die offenen Punkte sichtbar zu machen und die passenden Personen einzubeziehen – statt eine unfertige Annahme als fertigen Auftrag weiterzugeben.
Wichtig ist, Lösungsideen nicht abzuwerten. Sie können wertvolle Impulse sein. Sie ersetzen aber nicht die Klärung, welches Bedürfnis dahintersteht.
Veranstaltung auf einen Blick
Was: Digitaler Erzählsalon „Wo Vertrauen beginnt – Offenheit, Zusammenarbeit und psychologische Sicherheit“
Wann: Dienstag, 27. Oktober 2026, 15:00–17:00 Uhr
Wo: Online
Veranstalter: ddn – Das Demographie Netzwerk
Infos und Anmeldung
Wir freuen uns, bei diesem Format dabei zu sein und den Austausch über eine inklusive und psychologisch sichere Arbeitswelt mitzugestalten.







